Irgendwoher kommen wir alle. Irgendwo leben wir auch. Doch was genau zeichnet diesen Ort aus, in dem wir uns tagtäglich bewegen, und dabei bekannten, aber auch unbekannten Menschen begegnen? Warum fühlen wir uns ausgerechnet dort wohl und zugehörig, oder vielleicht aber auch außen vor und ewig fremd? Was ist unverändert geblieben, was bleibt bestehen, und was ist einem permanenten Wandel unterworfen?

Das Projekt „Brückengeschichten“ widmet sich diesen Fragen in Bezug auf einen speziellen Ort: Hörde. Hier, wie überall im Ruhrgebiet, entstanden über Jahrhunderte, in denen die Stahlindustrie bestimmend war, eigene soziale und kulturelle Ordnungen und Praktiken. Durch den Strukturwandel verschwinden und verändern sich Altbewährtes und Bekanntes. Doch dies sorgt auch für eine Zukunft, für Innovation und Vielfalt. Dieser Wandlungsprozess ist es, der Brücken schlägt zwischen dem kulturellen Erbe und kollektiven Gedächtnis Hördes und neuen Stadtgesellschaften.


Diesen Erfahrungen und Erlebnissen möchte die Werkstatt „Brückengeschichten“ eine Plattform bieten, um herauszufinden, wer und was die Identität Hördes ausmacht. Hierfür rufen wir Hörder_innen jeden Alters und jeder Herkunft herzlich zur Teilnahme auf: Erzählt uns in Einzelgesprächen eure persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten, knüpft Verbindungen über Generationen und Herkünfte hinweg und verleiht gemeinsam mit weiteren Bewohner_innen euren Erfahrungen in Hörde eine Stimme.


Eure gesammelten Hörstücke werden an verschiedenen zentralen Anlaufstellen in Hörde und im Internet öffentlich zugänglich sein. Im weiteren Verlauf werden die Aufnahmen als Impuls für die Entwicklung der nächsten Projektphasen (Oral-History Collage, Fassadenbilder, Audioguide) innerhalb des Viertels genutzt - detaillierte Informationen zum Projekt Brückengeschichten gibt es hier.
Irgendwoher kommen wir alle und irgendwo leben wir alle. Und du lebst in Hörde. Werde Teil der Brückengeschichten.


Logos des Projektträgers Hörde International und des Förderers